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Die zwischenzeitlichen Bemühungen Renowulfs sich an der Ravensburger Handelsgesellschaft zu beteiligen sind vergeblich. Durch die
Verschlechterung des
Handels in Brügge gerät das Finanzgewebe der Kronsberger kurzfristig ins Wanken. Diese Probleme sind jedoch nur von kurzer Dauer dank der
Beziehungen zu der
Familie Mulich - einer aus dem Nürnbergischen stammenden Kaufmannsfamilie. Mit Hans Mulich heiratet 1476 durch Vermittlung Renowulfs der
erste Mulich in eine
Lübecker Ratsfamilie ein. Die Freundschaft der Familien bleibt über Jahrzehnte erhalten. Renowulf knüpft wo immer es ihm möglich ist
geschäftliche Beziehungen.
Aus dieser Zeit stammt auch die Beziehung zu Martin Behaim, einem Nürnberger Tuchhändler und portugiesischen Ritter. Dieser
berichtet Renowulf in späteren Jahren
über einen "Erdapfel" an dem er arbeitet. Der Apfel war im Mittelalter die geläufigste Metapher für die Erde, etwa in Form
des Reichsapfels als Insignie des Kaisers. Behaim
nahm somit eine übliche Redeweise auf, wenn er von seinem "Erdapfel" sprach den er später "Globus"
nannte und auf dem er die Vorstellungswelt von Antike und Mittelalter
mit den drei Kontinenten Asien, Europa und Afrika wiedergibt.
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Über ihren Geschäftssinn hinaus vergißt Renowulf jedoch nicht ihre christliche Nächstenliebe und sind äußerst großzügig bei Almosengaben. Das
örtliche Armenhaus
unter der Leitung der Minoriten (einer Untergruppe der Franziskaner) - besonders zugetan sind die Kronsberger Br. Lambertus - erhält
neben regelmäßigen Geldzuwendungen
auch Stoffe um die Armen zu kleiden.
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1474 verheiraten Renowulf seine Tochter Maria mit einem wesentlich älteren aber einflußreichen italienischen Gewürzhändler. Die Ehe bleibt
kinderlos. Der Kontakt
zu den Eltern schläft ein. 1478 übernimmt Sohn Stefan die Niederlassung der Kronsberger in Schweden. Er heiratet dort nach kurzer Zeit die
Schwester eines Freundes.
Der Kontakt zu den Eltern beschränkt sich auf gelegentlich Boten mitgegebenen Briefe. Das Ansehen und das Vermögen der Kronsberger
wächst jedoch auch in
diesem Teil der Welt stetig. 1481 überlasst Renowulf seinem Sohn die alleinige Führung der Niederlassung. Im Jahre 1488 beteiligt sich
Stefan durch eine großzügige
Unterstützung an der Umseglung der Südspitze Afrikas durch den Portugiesen Bartolomeu Diaz, den Stefan von einem seiner
seltenen früheren Aufenthalte im Elternhaus
kennt.
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1482 unternimmt Renowulf wie viele seiner Zeitgenossen eine Pilgerreise nach Santiago de Compostela. Auf dem Rückweg werden sie von Papst Sixtus IV
empfangen.
Gesundheitlich angeschlagen von dieser Reise erholt sich Renowulf 1 Jahr im heimischen Hannovera ehe er sich wieder seinen geliebten
Handelsfahrten widmet.
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Im Jahr 1484 bringt Renowulf den jungen Philip von Berkingehusen von einer Handelsreise mit. Dieser war ihm bei der Suche nach einer seiner Herkunft
entsprechenden
Stellung von einem französischen Freund ans Herz gelegt worden. Unterstützt von Philip - der von seiner verarmten Familie trotz aller
Schwierigkeiten eine gute Ausbildung
erhalten hat - weiß Renowulf unter Ausnutzung der Beziehungen der Familie Berkingehusen den Einfluß und das Vermögen der
Familie Kronsberger weiter zu festigen.
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Renowulf Kronsberger selbst ist währenddessen auch weiterhin mit seiner persönlichen Leibwache Wendor - einem gut ausgebildeten ehemaligen
Söldner der
es in der zweiten Lebenshilfe etwas ruhiger angehen lassen möchte - in ganz Europa unterwegs.
Niederlassungen in fast allen großen Städten gilt es immer wieder aufzusuchen und zu kontrollieren.
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1485 vergrößert sich der Haushalt der Kronsberger um ein weiteres Mitglied. Ein von seinem Bruder infolge Erbstreitigkeiten des Hauses verwiesener
Freund Renowulfs
- Friedlieb von Orlovic, ein Adliger aus dem Amselfeld - lässt sich bei den Kronsbergern nieder. Als gebildeter Freund der Musik und somit
sofort Liebling der Kronsbergerin
bereichert Friedlieb den Haushalt.
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Zu Gast im Haus der Kronsberger sind über die Jahren der junge Erasmus von Rotterdam, Christoph Kolumbus auf der Suche nach Geldgebern, der
italienische .
Dichter Matteo Bandello, sowie Jacob Fugger. Zum Kreis zählen auch die angesehenen Lübecker Ratsherren und Bürgermeister Heinrich von Stiten ,
Hinrich Gastorp
- einer der verhandlungsführenden Kaufleute im Utrechter Frieden - sowie Bruno Bruskow.
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